Allgemeinchirurgie

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Allgemeinchirurgie

Die planbare Allgemeinchirurgie ist breit gefächert und es bedarf in allen Bereichen besonderer Expertise. Ich werde Ihnen im Folgenden einen kurzen Leitfaden zu Ätiologie, Diagnostik und Therapie verschiedener häufiger Krankheitsbilder geben.

Gallenblase

Viele Menschen haben Gallensteine die oft als Zufallsbefund im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung der Bauchhöhle entdeckt werden und nicht zwingend einen Krankheitswert haben.

Grundsätzlich gilt es absolute Operationsindikationen (z.B. sehr kleine Steine = Sludge) zu erkennen und früh die Entfernung der Gallenblase durchzuführen. Relative Operationsindikationen sind vor allem Gallensteine die bereits zu Gallenkoliken oder einer Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis) geführt haben. Hier empfiehlt es sich jedoch trotzdem immer eine mögliche andere Ursache für die Beschwerden (z.B. eine Entzündung der Magennschleimhaut) mittels Magenspiegelung auszuschließen bevor eine Operation geplant wird. Auch seltenere Befunde wie Gallenblasenpolypen sind erst ab einer gewissen Größe oder bewiesener Wachstumstendenz ein Grund die Gallenblase zu entfernen. In der Regel werden heutzutage die allermeisten Gallenblasenoperationen minimal invasiv über drei bis vier knapp einen Zentimeter große Schnitte im Rahmen einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt. Nur bei ca. einem von zwanzig Patienten ist ein Rippenbogenrandschnitt notwendig.

Für die Planung einer Gallenblasenentfernung benötigen wir nachgewiesene Gallensteine (Ultraschall, CT) oder eine andere Pathologie (z.B. Polypen) und stellen die Indikation individuell gemeinsam mit dem Patienten.

Leisten- und Bauchwandbrüche

Ein „Bruch“ (Hernie) beschreibt das Austreten von Eingeweide aus der Bauchhöhle durch eine angeborene oder erworbene Lücke der Bauchwand (=Bruchpforte). Brüche bestehen oft Jahre ohne Beschwerden, können jedoch schmerzhaft werden und sind im schlimmsten Fall für den Patienten lebensgefährlich, da es bei Einklemmung zum Darmverschluss und teilweisem Absterben von Darm (Darmgangrän) kommen kann. Die häufigsten Hernien sind sogenannte Nabelbrüche und Leistenbrüche, welche prinzipiell beim Auftreten von Schmerzen behandelt werden sollten. Bei sehr kleinen oder sehr großen stabilen Brüchen, sowie wenn der Zustand des Patienten einen Eingriff nur bei Lebensgefahr zulässt oder ein Erfolg der Operation unwahrscheinlich ist (z.B. kleine Nabelbrüche bei morbider Adipositas) sollte im Einzelfall von einer Operation abgesehen werden. In der Regel erfolgen die meisten Bruchoperationen offen oder mittels Bauchspiegelung durch eine Verstärkung der geschwächten Bauchwand mit körperfremdem Material, sogenannter Netze (= Mesh).

Für die Planung einer Hernienoperation benötigen wir einen Ultraschall der Bauchdecke sowie bei Patienten ab dem 50. Lebensjahr eine Darmspiegelung die nicht älter als 10 Jahre sein sollte. (cave: unerkannte Tumorerkrankungen des Darms können zu erhöhtem Bauchinnendruck führen und so Hernien erzeugen)

Darmkrebs

Unter Darmkrebs (kolorektales Karzinom) versteht man einen bösartigen Tumor des Dick- oder Mastdarms. Er entsteht meist aus gutartigen Darmpolypen. Heilungschancen bestehen durch eine Operation. Weitere Methoden wie Chemo- oder Strahlentherapie unterstützen oft die Behandlung. Die meisten Darmkrebserkrankungen werden im Rahmen von Vorsorgedarmspiegelungen in frühen Stadien erkannt und behandelt. Wenn vermeintlich gutartige Darmpolypen zu groß sind um mittels Darmspiegelung abgetragen zu werden oder bereits abgetragene Polypen durch den Pathologen als gefährlich eingestuft werden empfiehlt sich die Entfernung des betroffenen Darmabschnittes. Vor einem solchen Eingriff wird bei jedem Patienten ein sogenanntes Staging durchgeführt. Hierzu zählen Laboruntersuchungen mit Tumormarkern und bildgebende Verfahren (z.b. Computertomographie) der Brust- und Bauchhöhle um Absiedelungen (Metastasen) auszuschließen. Alle Befunde werden dann in einer interdisziplinären Konferenz zwischen Chirurgen, Onkologen und Radiologen (=Tumorboard) besprochen und ein Behandlungsweg für den Patienten empfohlen. Minimal invasive Operationen bei Darmkrebs sind durch die heutigen technischen Möglichkeiten und die Erfahrung der letzten Jahrzehnte mittlerweile zu Standardverfahren geworden die primär jedem Patienten angeboten werden können.

Für die Planung einer Operation bei Darmkrebs benötigen wir den histologischen Befund der Darmspiegelung und eine Computertomographie der Brust- und Bauchhöhle. Tumormarker und eventuelle Zusatzuntersuchungen wie Endosonographie können im Rahmen des stationären Aufenthalts durchgeführt werden.

Weitere Leistungen

  • Implantierbare Katheter (Porth-a-Cath)
  • Sinus Pilonidalis
  • Entfernung von Muttermalen und Hauttumoren
  • Vergrößerte Brustdrüse beim Mann (Gynäkomastie)
  • Diagnostische und therapeutische Lymphadenektomie am gesamten Körper
  • Krampfadern (Varizen)

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